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06.01.2012 NEUJAHRSAUSFAHRT


„Same procedure as every year” fragt Butler James Mrs. Sophie.
Und so ist der Ablauf der Neujahrsausfahrt des GWC Vorarlbergs, „wie in den letzten Jahren“. Nur das Wetter ist die Unkonstante des Tages. Sie bringt den Vorstand schon Tage zuvor ins Grübeln, denn die Wahl der Route kann sich durch Schneefall von heute auf morgen als unpassierbar erweisen.
Wir trafen uns am Parkplatz vor dem Messpark in Dornbirn. Eine überschaubare Gruppe mit 5 Defender und 2 Jeep. Wind und Regen pfiff über die grünen Wiesen, und uns unlustig um die Ohren. Jeder war froh, als es „aufsitzen“ hieß, und sich jeder hinter das Steuer ins warme Auto klemmen konnte.
Bereits bei der Auffahrt auf das Bödel veränderte sich der Straßenzustand erheblich. Für viele war es wahrscheinlich der erste Schnee unter den Reifen. Da muß man besonders vorsichtig und gefühlvoll fahren. Hier im Bregenzerwald war tiefster Winter. Jetzt peitschte der Schnee gegen die Windschutzscheibe und die Scheibenwischer leisteten Schwerarbeit. Noch ahnten wir nichts.
Es ist so üblich, und so war es auch dieses Jahr, dass wir mit einem kleinen Gläschen Sekt auf das neue Jahr anstoßen. Das Autohaus Scarlet hat uns dafür das schützende Vordach zur Verfügung gestellt. Das Sektglas war bald geleert, sodaß die nächste Etappe in Angriff genommen werden konnte.
Von Bersbuch sollte es über Bezeggsul (Säule) nach Bezau gehen. Der Weg, im Sommer eine Schotterpiste, war schneebedeckt und nicht gespurt. Der Schnee schmierig und eher naß. Bereits die zweite Kurve brachte die Karawane zum Stillstand. Ein Land Rover und ein Jeep hatten Traktionsprobleme. Man begutachtete den weiteren Streckenverlauf zu Fuß, und kam zu dem Entschluß Ketten zu montieren. Zum Glück hatten manche 4 Stück dabei, sodaß jenen ausgeholfen werden konnte, die über diese Traktionshilfe nicht verfügten. Man montiert ja nicht jeden Tag Ketten, so dauerte es ein bisschen bis der Tross die Fahrt fortsetzen konnte. Verteilergetriebe auf Stellung „Low“, erster Gang, zweiter Gang, dritter Gang, und dann schöne schwungvoll die Steigung hinauf und um die Kurven herum. Aber immer mit Gefühl, und stets auf der Hut. Viel zu früh war die Scheitelstrecke, und die Säule von Bezegg erreicht. Am Ortsanfang von Bezau hatten die Ketten ihren Dienst erfüllte. Auf schneebedeckten Strassen ging es dann über Egg, Großdorf nach Lingenau. Dort, im Gasthaus Taube endete unsere Neujahrsausfahrt. Jeder war zufrieden und hatte „sein“ Erfolgserlebnis.


Alexander Bilz